KATJA THIELE FOTOGRAFIE

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dear mum *frei
Zu dem Zyklus DEAR MOM Fotografien von Katja Thiele und Sabine Bokelberg
von M.C. Graeff:

Die Bilder zeigen eine künstliche Realität. Die beiden Frauen, die dem Betrachter in den Bildern begegnen, sind entindividualisiert und sie verharren in Gesten und Blicken, die an Bilder aus der Malerei, aus der Film- und Werbewelt erinnern. Der Betrachter, als „Voyeur“ alleingelassen, begreift die Situationen, in denen sich die beiden Frauen befinden, nicht eindeutig. Doch er ahnt und fühlt sich an etwas erinnert, das ihm bekannt sein könnte. Der Moment davor bleibt ihm hingegen so sehr verborgen wie der danach. Es kommt einem vor, als ob sich die beiden Fotografinnen hier ihre Träume verwirklichen, in denen sie sich wie zwei amerikanische Girls am Billardtisch erdenken oder sich – als zwei schick gemachte Dorfmädchen – an der Bushaltestelle von Kerpen, dem Ort, aus dem Michael Schumacher kommt, in Wartehaltung begeben. Träume, die nicht zu Ende erzählt werden, die ohne Kontakt nach außen isoliert in sich bleiben und, auf etwas hoffend, das außerhalb liegt, verschwommen in einem indifferenten Sehnsuchtsgefühl verbleiben.